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MART

museo di arte moderna
e contemporanea
di trento e rovereto

Margherita Sarfatti con pelliccia, fotografia dello studio Riess di Berlino, 1929, Mart, Archivio del ’900, Fondo Sarfatti. Rielaborazione grafica L. Sonnoli, I. Bacchi - studio Sonnoli -
Margherita Sarfatti con pelliccia, fotografia dello studio Riess di Berlino, 1929, Mart, Archivio del ’900, Fondo Sarfatti. Rielaborazione grafica L. Sonnoli, I. Bacchi - studio Sonnoli -

MARGHERITA SARFATTI
DAS NOVECENTO ITALIANO IN DER WELT
von Daniela Ferrari


Mart, Rovereto
22. September 2018 - 24. Februar 2019

 

In Rovereto und Mailand das faszinierende Portrait einer großen Protagonistin der kulturellen und politischen Szene des Novecento.

 


Die Schriftstellerin, Kritikerin und Förderin der italienischen Kunst zwischen den beiden Kriegen, Margherita Sarfatti (1880 – 1961), glänzt im internationalen Panorama des frühen zwanzigsten Jahrhunderts mit ihrer Kultur, ihrem Talent und ihrem Ehrgeiz. Die Geburt in eine wohlhabende israelitische Familie, die Ausbildung durch illustre Lehrer und eine starke Persönlichkeit zeichnen die Figur einer gebildeten und leidenschaftlichen, aber auch komplexen und kontroversen Frau aus. Als Freundin von Intellektuellen und Künstlern, Sozialistin und Förderin des faschistischen Regimes band sie ihren Namen an die Gruppe Novecento Italiano, der sie in ihrer ersten Formation folgte und die sie ab 1924 beharrlich auch über die nationalen Grenzen hinaus förderte. Es waren die Jahre der Rückkehr zur Ordnung und Wiederherstellung der künstlerischen Tradition, die Sarfatti durch die Prägung des berühmten Begriffs „Moderner Klassizismus“ interpretierte.

Von den Anfängen bis zu den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs beleuchtet die Ausstellung im Mart Sarfattis ehrgeiziges Programm der kulturellen Expansion, mit besonderem Augenmerk auf Ausstellungen in Frankreich, Deutschland, Holland, Ungarn, der Schweiz, Skandinavien, Argentinien und Uruguay. Die Geschichte erzählt von Episoden, die Sarfattis Leben prägten: ihre ersten Kontakte zur lebendigen Mailänder Kunstszene, ihre Behauptung als Schriftstellerin und Kritikerin, ihre Beziehung zu Benito Mussolini und ihre Rolle in der Propaganda der faschistischen Ideologie, ihr Bruch mit den Zentren der Macht, ihre Flucht ins Ausland nach dem Erlass der Rassengesetze und ihre Rückkehr nach Italien nach dem Krieg. Die Umstände sind durch die Materialien der wertvollen Sarfatti-Sammlung dokumentiert, die 2009 in Rovereto eingetroffen und im Archivio del '900 des Mart verwahrt ist.
In sechs Themenbereichen präsentiert die Ausstellung hundert Meisterwerke von dreißig großen Meistern wie Boccioni, Bucci, Carrà, Casorati, de Chirico, Dudreville, Funi, Malerba, Marussig, Morandi, Oppi, Rosso, Severini, Sironi, Wildt.

Die Ausstellung in Rovereto ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts zwischen dem Mart und dem Museo del Novecento in Mailand, mit einem einzigen Katalog von Electa. Die beiden unabhängigen und sich ergänzenden Ausstellungen erlauben es uns, mit einem Einblick in die Kunst der 20er Jahre in Mailand und mit einer Perspektive auf die Rolle von Margherita als Botschafterin der italienischen Kunst in der Welt Sarfattis komplexe Persönlichkeit zu analysieren.

 

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